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Liberia: Politisches Porträt

03.01.2023 - Artikel

Liberia ist die älteste Republik Afrikas und eine Präsidialrepublik nach US-amerikanischem Vorbild.

Staatspräsident und Regierungschef ist seit Januar 2018 George Manneh Weah (Partei „Congress for Democratic Change“). Die Legislative setzt sich aus Senat und Repräsentantenhaus zusammen. Die nächsten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen finden im Oktober 2023 statt.

Präsident Weah verfolgt ein entwicklungsorientiertes Regierungsprogramm („Pro-Poor Agenda for Prosperity and Development“), steht aber angesichts der globalen Lage und deren innenpolitischen Auswirkungen vor großen Herausforderungen.

Trotz Fortschritten zählt Liberia zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt (Human Development Index 2022 Rang 178) und bleibt politisch und wirtschaftlich fragil. Die Folgen des Bürgerkriegs (1989-2003) sowie der Ebola-Epidemie (2014-2016) belasten das Land weiterhin. Rückgrat der Volkswirtschaft sind Bergbau (v.a. Eisenerz, Gold, Diamanten), Hölzer, Kautschuk, Kakao und Reis.

Die Menschenrechtslage hat sich seit Ende des Bürgerkrieges deutlich verbessert, in vielen Bereichen bestehen aber weiterhin große Defizite.

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Straßenszene in Monrovia
Straßenszene in Monrovia© picture-alliance / dpa
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