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Kultur und Bildung

29.03.2017 - Artikel

Kultur und Bildung

Stand: März 2017

Die im Bürgerkrieg völlig zerstörte Infrastruktur umfasste auch Schulen und Universitäten. Mit Unterstützung von Partnern Liberias wie den USA, China, der Weltbank und Deutschland konnten Schulen und Community Colleges wie auch die Universitäten rehabilitiert werden. Mit Hilfe von Nichtregierungsorganisationen wie IBIS werden auch Lehrer ausgebildet.

Viele Lehrer sind nach dem Kriegsende 2003 nicht aus dem Exil zurückgekehrt. Der Bildungsnotstand ist ein gravierendes Hindernis für Arbeit und Beschäftigung. Über 70 Prozent der Jugendlichen sind ohne Arbeit bzw. überleben durch Gelegenheitsarbeiten im informellen Sektor. Die meisten von ihnen sind ohne Fertigkeiten, die es ihnen ermöglichen würden, am formalen Arbeitsmarkt teilzunehmen.

Die Analphabeten-Rate ist in Liberia sehr hoch (über 50 Prozent, bei Frauen über 65 Prozent). Die Nettoeinschulungsrate ist für beide Geschlechter weiterhin niedrig: ca. 38 Prozent im Grundschulbereich, in den Klassen 7 bis 9 nur 7 Prozent. Ein System der Berufsschulausbildung gibt es bisher nicht. Deutschland unterstützt seit 2015 u.a. die duale Ausbildung zum Industriemechaniker.

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Straßenszene in Monrovia
Straßenszene in Monrovia © picture-alliance / dpa